Das Einhard-Gymnasium bekam am 12. November 2025 offiziell die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen und wird hiermit Teil dieses Netzwerkes. Auf diesen Moment arbeitete die gesamte Schulgemeinschaft lange hin. 

In Kooperation mit dem Paten TSV Alemannia Aachen, welcher durch ihre beiden Präsidenten Björn Jansen und Andreas Görtges vertreten war, wurde die Auszeichnung in der Aula feierlich überreicht.

Den Auftakt zu diesem Projekt bildete bereits am 18. September der große Spendenlauf im Aachener Waldstadion. Unter dem Motto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ liefen alle Schülerinnen und Schüler des Einhard-Gymnasiums gemeinsam und sammelten dabei mehrere tausende Euro. Unterstützung kam auch von den beiden Alemannia-Spielern Matti Wagner und Jeremias Lorch, die für Autogramme, Gespräche und Fotos bereitstanden. Der erfolgreiche Tag wurde von hilfsbereiten Lehrkräften und engagierten Schülerinnen und Schülern der Schülervertretung organisiert.

Der Spendenlauf und auch die Zeremonie der Verleihung zeigte, was gemeinsame Arbeit alles bewirken kann und dass man als Schule zusammen viel erreichen kann. Gerade in aktuellen schwierigen Zeiten, ist es wichtig, zusammen ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten zu setzen und zu zeigen, dass die Schulgemeinschaft mutig ist. Mutig genug, keine Angst vor Veränderung zu haben, mutig genug, keine Angst vor Verantwortung zu haben und mutig genug, füreinander einzustehen. „Wir wollen zeigen, dass Schule mehr ist als Lernen – sie ist auch ein Ort der Haltung“, erklärte die Schülersprecherin Elise Rothe. Mit dem Spendenlauf und der Aufnahme in das Schulnetzwerk beweist das Einhard-Gymnasium genau dies.

Ein Teil der Spenden – jeweils 1.000 Euro – gehen daher direkt an Projekte gegen Rassismus und für Erinnerungskultur, darunter die „Stolperstein-Verlegung Aachen“, das „Anti- Rassismus Informations-Centrum NRW e.V.“ aus Duisburg vertreten durch Ingeborg Steinmann-Berns und die Stiftung „Internationale Woche gegen Rassismus“ aus Darmstadt mit dem Anwesenden Fran Vukašić. Der Rest fließt in schulinterne Projekte wie die Umgestaltung des Lichthofs und Aktionen der Schülervertretung.

Auf der offiziellen Veranstaltung sprachen neben dem Schulleiter Ralf Gablik, ebenso die Regional-Koordinatorin des Netzwerkes Tanja Romm sowie der Präsident der Alemannia Aachen Björn Jansen. Nach den warmen Grußworten durch Ralf Gablik erläuterte Tanja Romm das Angebot des Netzwerkes und die Aufgaben dieser Schulen. Sie heiße das Einhard herzlich willkommen und freue sich auf eine lebendige Courage-Arbeit.

Björn Jansen betonte die Bedeutung von Vergangenheitsbewältigung und das couragierte Auftreten gegen Ausgrenzung und Rassismus. „Alemannia Aachen ist ein wichtiger gesellschaftlicher Player und wir wollen keine Partnerschaft auf dem Papier, sondern planen weitere Aktionen mit dem Einhard“, sagte er. „Wir müssen kleine Feuer löschen, damit es nicht zum Flächenbrand kommt.“ Diese Metaphorik griff Ingeborg Steinmann-Berns für denSpendenempfänger „ARIC- NRW e.V.“ auf und äußerte, dass sie sich über die couragierte Arbeit am Einhard freue. „Diversität muss gelernt und gelebt werden und das genau macht das Einhard-Gymnasium seit fünf Jahren“ so die gelernte Diplom Pädagogin.

Das Schul-Orchester unter der Leitung von Claudia Heuschen übernahm die musikalische Begleitung und spielte klangvoll zum Abschluss der Veranstaltung den Song „You’ll never walk alone“, welcher eine weltbekannte Hymne für Hoffnung und Zusammenhalt ist. Dieses Lied wird ebenso bei jedem Heimspiel auf dem Tivoli emotional angestimmt.