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Philosophiekurs 12 (jetzt 13) gewinnt bundesweit den ersten Platz bei FAZ-Schülerwettbewerb
Der Philosophie-Kurs von Frau Dr. Behre aus der damaligen Stufe 12 hat beim FAZ-Wettbewerb zum Thema „Ressourcenschonung“ bundesweit den ersten Platz erreicht. Hierzu gratulieren wir ganz herzlich und danken allen Beteiligten, insbesondere Frau Dr. Behre für ihr tolles Engagement!
In diesem Zusammenhang wird am 16.9. in der 5. Stunde in der Aula eine Preisverleihung mit Vertreterinnen der FAZ, Norske Skog und ProMedia stattfinden, bei der die Preisträger geehrt werden.
Zum Wettbewerb und seiner Vorbereitung:
„Die Ursache unseres Energieproblems ist die wichtige Frage der Gerechtigkeit“ - so lautet die Kernthese von Professor Dr. Ulrich Samm, Leiter des Instituts für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich, im Siegerbeitrag des FAZ-Schulprojekt-Wettbewerbs „Intelligente Ressourcennutzung“.
Deutschlandweite Zeitungswettbewerbe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt es viele: einjährige unter den Titeln „Jugend schreibt“, „Jugend und Wirtschaft“, „Jugend liest“, halbjährige wie „Jugend recherchiert“ und jetzt auch ein kürzerer, dreimonatiger zum politisch-philosophisch anspruchsvollen Wert der Nachhaltigkeit (mit den Projektpartnern Norske Skog und ProMedia). Der im Rahmen des Projekts eingebundene Wettbewerb um den besten Textbeitrag zum Thema sollte die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dass diese drei Monate allerdings weltpolitisch entscheidend nach dem Gau in Fukushima seit dem 11.3.2011 werden sollten, konnte keiner ahnen, als sich Philosophiekurse 12 G3 zur Teilnahme entschloss und am 22.8.2011 die Nachricht vom Gewinn des ersten Preises erhielt.
Die aktuelle Anwendung der Hans Jonasschen Thesen zum „Prinzip Verantwortung“ im langen zweiten Schulhalbjahr durch die Lektüre der FAZ bot Raum und Zeit, die Frage nach dem „grünen Gewissen“ grundsätzlicher zu bedenken. Dabei wurde eine Zeitungstextsorte besonders geschätzt, das Expertengespräch, nicht als wörtliches Interview geführt, sondern durch indirekte Rede, performative Verben und Kommentierung aus der Perspektive des Interviewführenden gestaltet. Die Ebenen von Information, Erörterung und Urteil sollten so klarer getrennt werden, ein medienpädagogisches und wissenschaftspropädeutisches Ziel. Dies wollte der Kurs auch forschend erproben, recherchierte mit hohem Aufwand und fand gesprächsbereite Expertinnen und Experten an der RWTH in Aachen und in Jülich, bei Umweltverbänden und Bürgerinitiativen, im Umweltamt und Umweltausschuss der Stadt Aachen, bei Misereor in Aachen, bei Kollegen, die ihre Wohnhäuser auf Solar und Pellet umgestellt haben.
Intellektuell entscheidend war für den Philosophie-Kurs der Besuch der Parteisprecherin der Grünen und Vorsitzenden des Umweltausschusses der Stadt Aachen, die für ihren Initialvortrag auf Hermann Scheers Buch „Der energEthische Imperativ“ (2010) hinwies. Scheer geht von Kants kategorischem Imperativ über zu Wilhelm Ostwalds „energetischem Imperativ“: „Vergeude keine Energie, verwerte sie“ (1912) und formuliert einen „energEthischen Imperativ“, d.h. einen „Energiewechsel als ökonomischen Imperativ“ aus „produktiver Fantasie“. Neben dieser inhaltlichen Herausforderung, täglich mit neuen apokalyptischen Ängsten und schnellen Appellen konfrontiert zu werden, wurde die methodische Vorgabe, in Teams zu arbeiten, sehr ernst genommen und als soziale Erfahrung reflektiert. Politisches Handeln braucht Planung, Geduld, aber auch Mut und vor allem Freude an der Gemeinschaft, hier im Denken, Reden, Lesen, auch Vorlesen, Schreiben, Redigieren und Finden von Teamnamen wie „From Ego to Eco“.
Dr. Maria Behre (Kurslehrerin 12 PL G3)
Gewonnen hat der gesamte Kurs mit 10 herausragenden Team-Beiträgen;
diese sind sämtlich dokumentiert - mit den Beiträgen der anderen
teilnehmenden Schulen -
auf der Projektseite
http://www.fazschule.net/project/intelligenteressourcennutzung.
Unter unseren Kursbeiträgen wurden die ersten drei besonders gelobt,
exemplarisch wird im Folgenden der erste veröffentlicht.
Den Siegerbeitrag des FAZ-Schülerwettbewerb für ihre Gruppe "The day after tomorrow"
geschrieben von Hanan Natour findet man, wenn man hier weiterliest...
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