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Gute Geschäfte mit dem Sternenhimmel
Aachener Nachrichten vom 7. Januar 2010,von Martina Stöhr
Foto: Martin Ratajczak
Schülerfirma „Aixtronomix" am
Einhard-Gymnasium präsentiert Astronomiekasten für Grundschulkinder. Gelungene
Vorstellung.
Aachen. „So eine Vorstellung haben wir noch nicht
erlebt", meinte Peter Köster, Lehrer am Einhard-Gymnasium und Betreuer des
Projekts „Schülerfirma". 14 Schüler der Jahrgangsstufe 11 gründeten am 1.
Oktober ganz offiziell ein Unternehmen und tauften es „Aixtronomix". Jetzt
stellten sie Lehrern und Aktionären während einer Hauptversammlung die ersten
Ergebnisse vor.
Und die können sich sehen lassen: „Gold Edition" haben sie
den Prototyp ihres Astronomiekastens genannt, den sie eigens für
Grundschulkinder konzipiert haben. Er enthält ein Fernrohr, eine bunte
Sternenscheibe, ein Memory, das den Einstieg in die Astronomie spielerisch
erleichtern soll, Leuchtsterne, einen Kompass und ein selbst entwickeltes,
kindgerechtes Handbuch. Das alles haben die Schüler in einen goldenen Kasten
verpackt, der als Prototyp auf der Hauptversammlung versteigert wurde. Für 65
Euro ging er über den Tisch. Dass die Schüler in kürzester Zeit derart viel
erreicht haben, hat Lehrer und Aktionäre zutiefst beeindruckt.
Zum neunten Mal nimmt das Einhard am „Junior"-Projekt des
Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln teil, das die Schüler dabei
unterstützt, ein Unternehmen zu gründen. Die jungen Leute entwickeln eine
Geschäftsidee und setzen sie eigenständig um. Nur die zehn besten Unternehmen
nehmen am Landeswettbewerb teil. Laut Peter Köster hat „Aixtronomix" die besten
Chancen, dabei zu sein. In einer gelungenen Vorstellung präsentierten die
Einhard-Schüler ihre Geschäftsidee. Sie wollen die selbst entwickelten
Astronomiekästen in Grundschulen und an interessierte Eltern verkaufen. Selten
sei eine Schülerfirma zu diesem Zeitpunkt schon so weit vorangeschritten in der
Umsetzung ihrer Ideen, betonte Köster: „Wir sind stolz auf euch."
Wirtschaftliche Zusammenhänge
Im Laufe des Projekts sollen die jungen Leute einen
Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge bekommen und Schlüsselkompetenzen wie
Selbstständigkeit, Teamarbeit und Eigeninitiative üben. Die Schüler des
Einhard-Gymnasiums liegen da offensichtlich ganz weit vorn. Sollte ihr Astronomiekasten
ein Verkaufsschlager werden, würden sie sich freuen, aber auch bedauern, dass
das Projekt auf ein Jahr begrenzt ist. Danach wird das Unternehmen mit all
seinen Abteilungen wie Marketing, Finanzen und Vorstand wieder aufgelöst.
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