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Schulgeschichte Drucken
Geschrieben von Jürgen Lauer   
Beitragsinhalt
Schulgeschichte
David Hansemann, Gründer unserer Schule (1825-1882)
Die Eröffnung des neuen Schulgebäudes (1886-1911)
Situation der Schule im 2. Weltkrieg (1919-1946)
Neueröffnung der Schule nach dem 2.Weltkrieg (1947-1957)
Umzug der Schule (1973-1986)

Die Situation der Schule während des 2. Weltkrieges

Bald darauf brachten die Kriegsjahre schmerzliche Veränderungen für die Schule. Viele Schüler und Lehrer fielen im Felde; für ihr ehrendes Gedenken stellte die Aachener und Münchener 1000 Mark zur Erstellung einer Gedenkschrift zur Verfügung.

Das Gebäude diente ab 1919 belgischem Militär als Unterkunft und wurde 1921 'Ecole Belge'. Dadurch wurden acht Schülergenerationen gezwungen, in anderen Aachener Schulen ein Unterkommen zu finden, bis 1930 das eigene Schulgebäude gründlich renoviert und wieder bezogen werden konnte - Schwierigkeiten, die vor allem in die Amtszeit des Direktors Dr. Hermann Caesar (1912 bis 1925) fielen. In dieser Zeit blieben die 'Paten' von der Aachener und Münchener in alter Treue der Schule verbunden. Im Jahre 1929 konnte das KWG eine Studienstiftungssumme von 29 000 Mark entgegennehmen, die für die Förderung begabter Schüler bestimmt war. Der Eröffnungsfeier zum Wiedereinzug am 29. November 1930 wohnten neben vielen offiziellen Gästen auch zahlreiche ehemalige Schüler und Lehrer bei, unter ihnen einer vom allerersten Abiturjahrgang, der damalige Oberpräsident von Pommern, Dr. Karl von Halfern.

Gemälde Aula Zerstörtes Schulgebäude 1 Zerstörtes Schulgebäude 2

In seiner Festansprache hob der Schulleiter Dr. Ludwig Mader - ohne allerdings eine genaue Summe zu nennen - die besonderen Verdienste der Aachener und Münchener bei der Neugestaltung der Schule hervor. In die Zeit des Nationalsozialismus fällt das Jubiläum des fünfzigjährigen Bestehens von 1936 - zwar ohne Erwähnung von Spenden zur Ausgestaltung der Feierlichkeiten seitens der A M, dafür aber wieder mit einem besonderen Jubiläumsgeschenk: einer weiteren Studienstiftung in der Höhe von 13 000 Mark für Fortbildungszwecke.
Trotz intensiver Abwehrbemühungen des Schulleiters Dr. Mader erfolgte 1938 die 'Rückstufung' der Schule zur achtjährigen 'Kaiser-Wilhelm-Oberschule für Jungen' durch die nationalsozialistische Kultusbehörde. Im Krieg wurde das Schulgebäude durch Bombenangriffe (bis auf Teile des Erdgeschosses mit der Lehrerbücherei) zerstört. Im Jahre 1943 wurden alle 15jährigen Schüler aus der Schulgemeinschaft gelöst und mit Unterrichts-Notprogrammen als Flakhelfer eingesetzt. Von September 1944 bis zwei Jahre nach dem Kriege war die normale Unterrichtstätigkeit unterbrochen. Die meisten Schüler der jüngeren Jahrgänge wurden ins Sudentenland verbracht und dort unterrichtet. Der Studienrat Paul Adenaw brachte unter großer persönlicher Verantwortung und Opferbereitschaft alle wieder zu ihren Eltern zurück.