|
Seite 3 von 6
Die Eröffnung des neuen Schulgebäudes
Am 1. Mai 1886 war die offizielle Eröffnung der neugebauten Schule, und der zuständige Regierungspräsident von Hoffmann ließ es sich beim Festbankett ebenfalls nicht nehmen, der 'Aachener und Münchener' eine ausführliche Dankadresse zu widmen:
"Es war am 25. April 1881, als der Verwaltungsrat und die Direktion ...den Beschluß faßten, der Königlichen Staatsregierung 300 000 Mark zu offerieren für den Fall, daß sie sich entschlösse, in Aachen ein Staatsgymnasium zu errichten, und zwar der Lage in der Stadt nach derart, daß es beiden Schwesterstädten Aachen und Burtscheid gleichermaßen zugute käme.
Meine Herren, ich halte diesen hochbedeutsamen und hochherzigen Beschluß für so wichtig, daß ich glaube, es wird Sie alle interessieren, die Namen der Männer kennen zu lernen, die diesen Beschluß gefaßt haben. Es sind:
- Geheimer Justizrat Küchen
- Geheimer Kommerzienrat Emil Wagner,
- Geheimer Kommerzienrat Leopold Scheibler,
- Konrad Starz, Landgerichtsassessor a.D. Robert
- von Görsehen, Bürgermeister Karl Eduard Dahmen,
- Julius Fellinger, Kommerzienrat Robert Kesselkaul,
- Emil Lochner
- Karl Freiherr von Nellessen
- Richard Trostorff und
- Adolf Brüggemann.
Ich spreche es gern hier an dem heutigen Festtage laut vor Ihnen aus, daß die Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft und die Männer, welche in hochherziger Weise diese Beschlüsse gefaßt haben, um die Begründung des Kaiser-Wilhelms-Gymnasiums sich ein großes und unvergängliches Verdienst erworben haben. Wenn dereinst im Verlauf von Jahrzehnten und Jahrhunderten unsere junge Anstalt Jubelfeste feiern und auf den Tag ihrer Entstehung zurückblicken wird, dann soll man in späteren Zeiten auch der Männer, deren Namen hier genannt wurden, in Ehren gedenken."
Landgerichtsassessor a.D. Robert von Görschen, der Vorsitzende des Verwaltungsrats der 'Aachener und Münchener', war zugegen, als der damalige Schulleiter, Geheimrat Dr.Regel, diese feierlichen Worte sprach. V. Göschen äußerte sich beim anschließenden Festbankett als Vertreter der, wie er sich ausdrückte, 'Nährmutter' in zufriedenen Worten über die Entwicklung ihres 'Kindes'.
Unabhängigkeit war seitens der damaligen Schulbehörde und Lehrerschaft ein hohes Gut. Die hohe soziale Kompetenz Hansemanns ließen seine Zuwendungen aber zu keiner Zeit problematisch erscheinen.
Konkret betrafen die Zuwendungen
- 300 000 Mark als Stiftungssumme 1881,
- 54.000 Mark zum Kauf des Hauses Lothringerstraße 19 als Dienstwohnung des Direktors 1891,
- 14.000 Mark zur Anschaffung des Sportplatzes Siegel und Bau eines Wärterhauses 1900,
- 15.000 Mark zum weiteren Ausbau dieses Platzes und zur Gestaltung einer Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum 1911.
|