Einhard-Gymnasium Einhard Gymnasium Aachen Schulen
Deutsche Meister bei "Formel1 in der Schule" Drucken

Mit dem Mini-Flitzer auf nach Singapur

Einhard-Schüler werden Deutsche Meister bei "Formel 1 in der Schule". Nun suchen sie Sponsoren für der Weltmeisterschaft.

Aachener Nachrichten vom 14. Mai 2010 von Martina Stöhr.

Foto: Heike Lachmann

 

Freude am Einhard-Gymnasium: Das Team Aixtrem Racing hat das Ticket zur Weltmeisterschaft nach Singapur gelöst. Von links: Niklas Bünning, Leonard Tusch, Niklas Hönmann, Clemens Cremer  mit den Projektleitern Markus Schmitz und Max Wilke. Aachen. «Damit hätten wir nicht gerechnet», sagt Leonard Tusch und freut sich gemeinsam mit seinem Team Aixtrem Racing auf Singapur. Die Schüler des Einhard-Gymnasiums haben sich als Deutsche Meister bei «Formel 1 in der Schule» ein Ticket zur Weltmeisterschaft in Singapur gesichert.

 

 


 

Jetzt hoffen sie auf Sponsoren, um die lange Reise auch antreten zu können. Denn das, was sie in den vergangenen Monaten auf die Beine gestellt haben, ist nicht billig.
«Allein die Materialkosten für ein Auto liegen schnell bei 700 Euro», erzählen die Schüler. Und damit allein sei es bei weitem nicht getan. Mit einem Riesenaufwand haben sie ihren Rennstall «Aixtrem Racing» ins Leben gerufen. Von den Miniaturautos über die Teambox bis hin zu einer ansprechenden Präsentation ihrer Arbeit haben sie all das kopiert, was die «Großen» machen.

 

"Das ist eine Wahnsinnsleistung."

Markus Schmitz, Projektleiter

 

Doch ihre kleinen Flitzer sind unschlagbar: Sie schaffen 20 Meter in etwa einer Sekunde und rasen wie kleine Geschosse über die Bahn ins Ziel. Was so leicht und spielerisch aussieht, hat jede Menge Arbeit gekostet. Das wurde deutlich, als die Schüler ihre Arbeit jetzt präsentierten.

Stunde um Stunde haben sie am Computer gesessen, um ihre schnittigen Flitzer zu entwerfen und in einem virtuellen Windkanal zu testen. Bei der aufwendigen Herstellung der Autos nutzten sie führende Technologien und fanden unter anderem auch Unterstützung bei der RWTH, die mit Rat und Tat zur Seite stand.

«Was sie dabei an Ausbildung mit auf den Weg nehmen, ist von unschätzbarem Wert», lobt Schulleiter Dieter Spillner. Denn die Nachwuchs-Ingenieure versuchten sich ganz nebenbei an innovativen Technologien, um ihre kleinen Autos noch ein bisschen schneller werden zu lassen: Schließlich sind es nur Bruchteile einer Sekunde, die das Rennen später entscheiden.

Das Einhard-Gymnasium gründete vor zwei Jahren eine «Highspeed-Akademie», um unter der Federführung der Lehrer Markus Schmitz und Max Wilke an dem Wettbewerb «Formel 1 in der Schule» teilzunehmen. Nach ersten Erfolgen im vergangenen Jahr räumten die Einhard-Schüler diesmal richtig ab.

Von vier Pokalen, die bei der Deutschen Meisterschaft in München zu vergeben waren, nahmen sie drei mit nach Aachen. Neben «Aixtrem Racing» waren auch die unter 15-Jährigen als Deutsche Juniorenmeister erfolgreich, zudem ging das «Harrier-Racing-Team» mit Bronze und einem Pokal in einem Zusatzwettbewerb nach Hause.

«Das ist eine Wahnsinnsleistung», freut sich Markus Schmitz als einer der Projektleiter. Er lobt das Engagement der Schüler, die sich manche Nacht um die Ohren geschlagen hätten, um bei den Deutschen Meisterschaften dabei zu sein. Auch der Aachener Schirmherr der Veranstaltung, Hermann Tilke, zeigte sich beeindruckt - als Bauingenieur, der an der Entwicklung und am Bau zahlreicher Formel-1-Rennstrecken beteiligt war, weiß er ganz genau, wovon er spricht.