Frankreichaustausch 2012/2013 Metz – Aachen
Gesichtet : Die Stufe 9 in Metz - Ein Bericht von 3 Teilnehmerinnen
Nach einer langen und anstrengenden Fahrt von knapp drei Stunden kamen sie erschöpft am Place de la Comédie an. Mit der schweren Tasche in der einen und dem Stadtplan von Metz in der anderen Hand marschierten sie los zum Lycée Fabert.
Dort angekommen erwartete sie ein Begrüßungskonzert und natürlich ihre Austauschpartner, auf die alle schon gespannt waren. Eingeschüchtert von den Deutschkenntnissen ihrer Austauschpartner, warfen sie noch schnell einen Blick in ihren mitgebrachten Duden und machten sich dann mit dem Partner auf den Weg in die Kantine, welche von allen als sehr schön empfunden wurde. Gut gestärkt wurde die deutsche Gruppe von einer netten älteren Dame durch die Hogwards ähnliche Schule geführt.
Aufgewacht , ein neuer Tag bricht an, denn wie ich hörte, sind die Aachener schon früh wach. Denn heute steht Unterricht auf dem Programm: Französisch, Deutsch, Englisch und Mathe.
Macht euch auf einen anstrengenden Tag gefasst, denn hier in Frankreich wird man nicht mit Weichspüler gewaschen. Hier wird sich strikt an die Regeln gehalten und der Unterricht ist auch kein Zuckerschlecken. Besonders der Physikunterricht hat unseren Deutschen gefallen, denn mit Formeln kennen sich die Einhardianer bekanntlich aus.
Um eine Ablenkung vom Schulstress zu haben, machten sie sich alle gemeinsam auf - zum Centre Pompidou. Hier erwartete sie eine Ausstellung ganz anderer Art, von Bleistiftzeichnungen bis Kunst im Dunkeln - die sie alle mit Taschenlampen bewaffnet erkundeten - wurde ihnen Vielfältiges geboten. Eine besondere Entdeckung waren dabei einige Werke des ehemaligen Kunstlehrers der Schüler, Herrn Leisgen.
Teils schockiert, teils erfreut lernten die Aachener die französischen Sitten kennen, von Tischmanieren bis hin zum abendlichen Familienprogramm. Statt zum Beispiel eines süßen Grußes wurde ihnen ein Stück französischer Weichkäse serviert. Dieser bedurfte zwar eine Gewöhnungsphase, später entwickelte er sich dann jedoch zu einer echt leckeren Zwischenmahlzeit.
Nach einem anstrengenden, schullastigen Vormittag am Samstag, was die Aachener nur schwer verkrafteten, trafen sich Franzosen wie Deutsche zu einem ausgelassen Schlittschuhabend. Es wurden neue Freundschaften auf dem Eis geschlossen und auch die Fahrkünste wurden fleißig geübt.
Zieht eure Mützen und Mäntel an, denn es geht bei feuchtkalter Witterung ab nach Strasbourg.
Sie folgten den Spuren der alten Franzosen, die sie von Cafés & Geschäften zu der berühmten Kathedrale führten. Dort erwartete sie eine Führung.
Aber das Beste am Tag sollte noch kommen: das Europaparlament! Hier entdeckten sie ihre politische Ader und horchten gespannt verschiedensten Vorträgen. Zum Abschluss lauschten Deutsche wie Franzosen einem sehr interessanten und vor allem lustigen Vortrag über das Europäische Parlament, der von einem Tschechen auf Französisch sowie auf Deutsch gehalten wurde. Vive l`Europe!
Am nächsten Tag sollten die Deutschen einmal unter sich bleiben. Alle fuhren gemeinsam nach Nancy, um sich dort in Gruppen einer Rallye durch die Stadt zu stellen. Mit Kugelschreibern und dem Rallye-Bogen in der Hand machten sie sich auf den Weg, denn dem Gewinner winkte ein Preis.
Der nächste Programmpunkt führte sie in das Robert Schuman Haus. Sie folgten einem Rundgang mit Führung, der sie in die Vergangenheit entführte. Nach einem kurzen Einblick in das Leben Robert Schumans ging es wieder zurück nach Metz und es folgte ein ruhiger Abend in der Gastfamilie, denn so viele Eindrücke mussten erst einmal verdaut werden.
Der letzte Tag sollte sportlich beginnen - und zwar in der Schule. Sie lernten einen typischen französischen Sportunterricht kennen. Um erst einmal wieder zu Kräften zu kommen, lauschten und bestaunten alle anschließend einer extra für die Aachener eingeübten musikalischen Darbietung und tänzerischen Choreografie. Denn der Austausch war kein gewöhnlicher. Es war der 30. zwischen Aachen und Metz, der natürlich auch gefeiert werden soll – und zwar, wenn die Franzosen die Aachener besuchen werden.
Um den letzten Tag gebührend ausklingen zu lassen, traf sich die ganze Gruppe dann am Abend zum Bowlen.
So endete ihr kurzer, aber gewiss schöner Aufenthalt in Metz und alle sollten mit reichlich neuen Erfahrungen und Erlebnissen im Gepäck wieder zu Hause ankommen.
Ein Artikel von Nora Trautwein, Lara Wittfeld und Helen Heibrok
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